Wissenswertes und Ausflugsziele in Leer und Umgebung

Die Evenburg ist ein Wasserschloss im Leeraner Ortsteil Loga unweit der Leda.

Die Evenburg wurde von Oberst Erhard Reichsfreiherr von Ehrentreuter von Hofrieth (1596–1664), dem Kommandanten der niederländischen Garnison in Emden, zwischen den Jahren 1642 und 1650 erbaut. Er benannte die Burg nach seiner aus Böhmen stammenden Ehefrau Eva Freiin von Ungnad, die er 1631 geheiratet hatte. Die Lehnsrechte für Loga und das benachbarte Logabirum hatte Oberst von Ehrentreuter von Graf Ulrich II. von Ostfriesland als Gegenleistung für beträchtliche Spielschulden erhalten.

Marie von Ehrentreuter (1633–1702), die jüngste Tochter des Erbauers, heiratete Gustav Wilhelm Freiherr von Wedel (1641–1717), der aus Königsberg stammte. Als späterer Feldmarschall des dänischen Königs Christian war der neue Herr auf der Evenburg auch Gouverneur des Oldenburger Landes. Mit einem beträchtlichen Vermögen ausgestattet, kaufte er 1684 die Grafschaft Jarlsberg bei Oslo in Norwegen dazu. Seitdem führen die von Wedels den Grafentitel.

Nachkommen der Familie von Wedel, deren Hauptwohnsitz heute Schloss Gödens in der Gemeinde Sande ist, bewohnten über Jahrhunderte die Evenburg. In den Jahren 1861/62 wurde das damals reparaturbedürftige Bauwerk, das zu den frühesten Zeugnissen klassizistischer Baukunst im niederländischen Stil gehörte, weitgehend abgerissen.

Nur im Mitteltrakt wurden die Grundmauern und das Gewölbe des älteren Querhauses in das neue Wohnschloss einbezogen, das ansonsten im pseudogotischen Stil ausgeführt wurde Der Architekt war Richard Stüve aus Hannover. Im Zweiten Weltkrieg (1939-1945) wurde das Schloss schwer beschädigt und stand danach lange Zeit verwaist.


Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten befinden sich in der Evenburg heute unter anderem die Berufsakademie Ost-Friesland und das Studienseminar für Gymnasiallehrer. Bis vor wenigen Jahren befand sich hier außerdem das Kreismedienzentrum des Landkreises Leer, der im Juni 1975 die Evenburg mit den dazugehörigen Ländereien für etwa sieben Millionen Deutsche Mark von der Familie von Wedel erwarb. Sehenswert sind die lange Doppel-Allee, die aus der Stadt Leer zur Burg führt, die barocke Vorburg von 1703 (hier befindet sich die Kreismusikschule des Landkreises), das Vorhaus und Reste ehemaliger Stallungen, sowie der weitläufige Landschaftspark im Stil des englischen Landschaftsgartens mit Anbindung zum Ledadeich.

Bis zum Jahre 2006 wurde die Evenburg im Zustand zur Mitte des 19. Jahrhunderts restauriert. Das neugotische Dach und zahlreiche Einzelheiten der Innenarchitektur wurden wieder hergestellt. Die Einweihung erfolgte im Januar 2007. Eine Besichtigung des Schlosses ist während öffentlicher Führungen möglich. Im Saal und in der Vorburg finden Konzerte und andere Veranstaltungen statt.

Entstehungszeit: 1642 bis 1650
Burgentyp: Wasserburg
Erhaltungszustand: Erhalten
Ort: Leer
Geographische Lage: 53° 13' 52? N, 7° 29' 41? O


PĂĽnte (Wiltshausen)

Die Pünte in Wiltshausen, ein Stadtteil des ostfriesischen Leer im äußersten Nordwesten Niedersachsens, ist eine kleine handbetriebene Binnenfähre über die Jümme, dicht bei der Mündung in die Leda, die ihrerseits nach etwa acht Kilometern bei Leerort in die Ems mündet. Sie verbindet die Orte Amdorf und Wiltshausen und ist die älteste handgezogene Fähre Nordeuropas.

Die Pünte wurde bereits 1562 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Sie wurde zuletzt bis 1975 vom Landkreis betrieben und dann aus Kostengründen eingestellt. Bei der Bekanntgabe der Schließung 1974 formierte sich eine Bewegung unter den Bürgern zum „Verein zur Förderung und Erhaltung der historischen Pünte als Denkmal auf dem Wasser e. V.“ (Pünten-Verein), der den Fährbetrieb 1988 wieder aufnahm. 2002 wurde die Pünte unter Denkmalschutz gestellt.

Der Verein hatte von Anfang an mehrere hundert einheimische Mitglieder, später weitere aus aller Welt. Sogar Menschen, welche die Pünte nie gesehen haben, nutzten den Hinweis auf den Fährtickets von Bekannten oder Verwandten, die im Urlaub mit der Pünte übergesetzt waren, um dem Verein beizutreten. Obwohl der Verein gemeinnützig ist, kommt er seit den 1980er Jahren ohne öffentliche Zuschüsse aus

Der handbetriebene, am Seil geführte Fährprahm kann bis zu drei Pkw und etwa 30 Passagiere transportieren.
Die Betriebszeiten Mai bis September und Mittwoch bis Sonntag weisen die Pünte heute als relativ stark touristisch orientiert aus. Die Püntensaison beginnt traditionell am 1. Mai und wird volksfestähnlich gefeiert.


In Leer gibt es das Heimatmuseum, das Teemuseum der Bünting-Gruppe, das Böke-Museum mit Werken des Künstlers Karl-Ludwig Böke (1927–1996), das Haus Samson (ein Museum zur Wohnkultur im 18./19. Jahrhundert) sowie den Museumshafen mit historischen Schiffen. Das Schiff Prinz Heinrich aus dem Jahr 1909 wird zurzeit restauriert.[71] Nach Abschluss der Arbeiten soll es ein Museum der Schifffahrtsgeschichte beherbergen.

Leer ist Spielort der Landesbühne Niedersachsen Nord mit Sitz in Wilhelmshaven. Mehrere Laientheater und Heimatbühnen sind in der Stadt ansässig. Die der Emsschule angegliederte Aula mit 800 Sitzplätzen wird als Theatersaal benutzt. Durch Umbauarbeiten ist die Aula seit 2010 baulich stärker von der Schule abgekoppelt worden und erhielt zudem ein eigenes Foyer. Zugleich wurde der Theater- und Konzertsaal mit einem Aufwand von drei Millionen Euro saniert. Seither trägt der Bau den Namen „Theater an der Blinke“.


Alte Waage (Leer)
Die Alte Waage am Handelshafen von Leer entstand 1714 als letzter Bau im Stil des niederländischen Klassizismus Ostfrieslands.

Mit der Verleihung des Marktrechts erhielt Leer 1508 auch das Wiegerecht. Dieses sicherte sich die Reformierte Gemeinde, da die erste Leeraner Waage im Glockenturm der heute abgegangenen St.-Ludgerikirche untergebracht war.

Die Gemeinde finanzierte mit den Einnahmen seit der Gründung der Lateinschule im Jahre 1584 die Lehrer dieser Schule. Nach dem Zuzug niederländischer Glaubensflüchtlinge -vorwiegend Reformierte und Mennoniten- aus den Ommelanden und aus Groningen verlagerte sich das wirtschaftliche Geschehen seit 1556 immer weiter an den Hafen am Ledaufer. Im Jahr 1570 wurde deshalb die Waage an die Leda verlegt und damit zur Keimzelle der späteren Hafenwirtschaft. Zunächst war die Waage in einem einfachen Holzgebäude untergebracht. Dieses wurde mit der Zeit baufällig und 1714 durch die geräumige neue Waage ersetzt.

1865 hob das Königreich Hannover auf Druck der Kaufleute das mit der Waage verbundene Wiegemonopol der reformierten Kirche auf und gab es an die Stadt weiter. 1921 erwarb der Verein für Heimatschutz und Heimatgeschichte die Waage, in dessen Besitz sie sich bis dato befindet.

Heute ist ein Restaurant in dem Gebäude untergebracht.

 


 


Mit dem Ems-Traumschiff
"Warsteiner Admiral"
zum Sperrwerk und nach Ditzum

Sie erhalten interessante Einblicke und Hintergrundinformationen zum Emssperrwerk. Die Fahrt beinhaltet die Passage durch die Hauptschifffahrtsöffnung. Zusätzlich besteht die Besichtigungsmöglichkeit des kleinen Fischerdorfes Ditzum.

Termine ĂĽber Fahrten finden Sie hier